ZULAGEN UND COVID-19 BONUSZAHLUNGEN / SACHBEZUG_05.05.2020

ZULAGEN UND COVID-19 BONUSZAHLUNGEN / SACHBEZUG_05.05.2020

ZULAGEN UND COVID-19 BONUSZAHLUNGEN / SACHBEZUG

Zulagen und Bonuszahlungen, die aufgrund der COVID-19-Krise, an Beschäftigte für ihren Einsatz, zusätzlich geleistet werden, sind im Kalenderjahre 2020 bis zu einem Betrag von EUR 3.000 steuer- und beitragsfrei. Wenn:

  • es  sich dabei um zusätzliche Zahlungen handelt,
  • diese ausschließlich zu diesem Zweck geleistet werden und üblicherweise bisher nicht gewährt  wurden.

Sie erhöhen nicht das Jahressechstel gemäß § 67 Abs. 2 und werden nicht auf das Jahressechstel angerechnet.

Sind Zulagen und Bonuszahlungen nicht durch diese oben genannten Punkte erfasst, sind sie nach Tarif zu versteuern.

Wer fällt unter diese Regelung?
Es wird darauf hingewiesen, dass auf Grund der derzeitigen COVID-19 Krisensituation folgende Mitarbeiter unter diese Regelung fallen:

  • Mitarbeiter die das System aufrecht erhalten: Kassakräfte in Supermärkten und Drogerien, Apothekenangestellte, Pflegekräfte, Ärzte in Krankenhäusern, Straßenbahn- und Busfahrer.

Für das Funktionieren des täglichen Lebens bedarf es aber auch auch andere berufliche Bereiche bzw. Branchen, dort geht die Arbeit auch weiter.

Aufgrund der sehr allgemeinen gesetzlichen Formulierung und dem seitens der Politik geäußerten eher engen Verständnis des Begriffs der Beschäftigten, denen für ihren Einsatz während der Corona-Krise ein abgabenfreier Bonus zusteht, ist wohl dem sehr weit gesteckten Wortlaut der Gesetzesbestimmung zu folgen und gilt diese Bestimmung daher für alle Berufsgruppen.

Zulagen und Bonuszahlungen nicht nur als Geldleistung?

Das Bundesministerium für Finanzen bestätigte, dass Zulagen und Bonuszahlungen auch in Form von Gutscheinen erfolgen können und die Steuerfreiheit dadurch nicht gefährdet ist.

PKW SACHBEZUG WÄHREND COVID-19

Eine Privatnutzung kann auch verschiedenen Gründen nicht möglich sein, wie zum Beispiel Home-Office, Quarantäne etc..


Wie wird mit einem PKW Sachbezug während der Corona Krise umgegangen?

Kein Sachbezug:

Für Kalendermonate, für die das KFZ nicht zur Verfügung steht, auch nicht für dienstliche Fahrten, ist kein Sachbezugswert hinzuzurechnen. 

Sachbezugswert rechnen:
wenn nach der Lebenserfahrung auf Grund des Gesamtbildes der Verhältnisse anzunehmen ist, dass der Arbeitnehmer auf Grund der  eingeräumte Möglichkeit, arbeitgebereigene Kraftfahrzeuge privat verwenden kann, auch wenn er es nur fallweise nützten kann.  (Auszug aus der RZ 175 – Lohnsteuerrichtlinie)

 

« Alles-oder-Nichts-Prinzip »
Es gilt daher das sogenannte « Alles-oder-Nichts-Prinzip welches folgendes besagt:

Voller Sachbezug ist dann auch anzusetzen, wenn der Firmen PKW lediglich für einzelne Tage nicht zur Verfügung steht oder wenn er an einzelnen Tagen im Monat nicht privat genutzt werden kann.

Bei folgenden Voraussetzungen, braucht der Sachbezug NICHT für den ganzen Monat angesetzt werden.

  • keine Nutzung während des gesamten Monats (wegen Krankheit oder Urlaub etc) und
  • der Firmen-Pkw muss im Unternehmen abgestellt werden, das heißt. Autopapiere und Autoschlüssel müssen abgegeben werden, damit keine andere Person aus dem privaten Umfeld des Arbeitnehmers mit dem Firmen-Pkw während der Krankheit oder des Urlaubes des Arbeitnehmers fahren kann.

Die Inhalte dieses Newsletter basieren auf dem Stand vom 1. Mai 2020, 09:00 Uhr. Über allfällige Änderungen, die in der derzeitigen Situation laufend vorkommen,  werden wir Sie schnellstmöglich informieren.

Haftungsausschluss: Alle Vorlagen, Mustertexte und sonstige Inhalte sind unbedingt auf den jeweiligen Einzelfall anzupassen. Trotz sorgfältiger Bearbeitung kann keine Gewähr übernommen werden. Eine Haftung des Brinnich Lohnverrechnungs GmbH ist ausgeschlossen.