Brinnich Lohnverrechungs GmbH

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15. November 2015

Steuerreform 2015/2016: Überblick über die wichtigsten Auswirkungen bei der Lohnsteuer

Am 7.7.2015 wurde das Steuerreformgesetz 2015/2016 im Nationalrat beschlossen, die mit 1.1.2016 in Kraft treten werden. Die wichtigsten Änderungen im Bereich der Lohnsteuer sind folgende: •Einführung eines steuerfreien Betrages in Höhe von € 186,-- pro Jahr für Sachzuwendungen (nicht Geldzuwendungen!) an Mitarbeiter anlässlich eines Dienst- oder Firmenjubiläums. Sachzuwendungen, die schon bisher bis zu einem Betrag von € 186,-- steuerfrei waren, wie z.B. Weihnachtsgeschenke, können zusätzlich steuerfrei empfangen werden. •Die Steuerbegünstigung (6%) für Diensterfindungsprämien entfällt ab 1.1.2016 •Der Freibetrag für Mitarbeiterbeteiligungen wird von € 1.460,-- auf € 3.000,-- angehoben •Werden einem Betriebsrat für seine Tätigkeit Reisekosten ersetzt, sind diese zukünftig steuerfrei (max. € 26,40 pro Tag und € 0,42 pro km) •Im Zusammenhang mit freien Mahlzeiten – Essensbons – entfällt die bisherige Einschränkung auf „nahe gelegene“ Gaststätten. Gutscheine für Mahlzeiten werden daher bis zu einem Wert von € 4,40 pro Arbeitstag steuerfrei sein, wenn sie nur am Arbeitsplatz oder in einer Gaststätte zur dortigen Konsumation eingelöst werden können. •Zuwendungen des Arbeitgebers für das Begräbnis eines Arbeitnehmers, dessen (Ehe) Partners oder dessen Kinder sind ab 1.1.2016 steuerfrei •Die Steuerbefreiung für den Haustrunk im Brauereigewerbe sowie für die Beförderung von Dienstnehmern in Beförderungsunternehmen entfällt •Stattdessen wird eine Steuerbefreiung von Mitarbeiterrabatten eingeführt, wenn •Diese für alle oder für Gruppen von Arbeitnehmern gewährt werden •Im Einzelfall 20% nicht übersteigen Übersteigt der gewährte Mitarbeiterrabatt 20% (Freigrenze), ist dieser steuerpflichtig zu behandeln, wenn das Gesamtausmaß der gewährten Rabatte an einen Mitarbeiter von € 1.000,-- jährlich (Freibetrag) überschritten wird. •Der Prozentsatz des Sachbezuges für KFZ mit Privatnutzung (einschließlich Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte) wird von 1,5% auf 2% der Anschaffungskosten, maximal € 960,-- angehoben. Beträgt die monatliche Fahrtstrecke für Privatfahrten nachweislich nicht mehr als 500 km ist der halbe Sachbezugswert, maximal € 480,-- anzusetzen. Für Kraftfahrzeuge mit einem CO2-Emmissionswert von nicht mehr als 130 g pro Kilometer gilt weiterhin ein Sachbezug in Höhe von 1,5% der Anschaffungskosten, max. € 720,-- pro Jahr. Der maßgebliche CO2-Emmissionswert pro Kilometer verringert sich beginnend mit dem Kalenderjahr 2017 bis zum Jahr 2020 um jährlich 4 Gramm. Es gilt die Emissionsgrenze im Jahr der Anschaffung des KFZ. Die Privatnutzung von Dienstfahrzeugen mit Elektromotor wird steuerfrei sein. Diese Befreiung ist jedoch auf 5 Jahre (bis 2020) befristet. Hybridfahrzeuge sind steuerpflichtig •Leistet ein Arbeitnehmer einen Kostenbeitrag bei der Anschaffung des Dienstwagens reduziert dieser Beitrag ab 1.1.2016 die Anschaffungskosten als Bemessungsgrundlage für den steuerpflichtigen Sachbezug. Das Wahlrecht, diesen Anschaffungskostenbeitrag auf 8 Jahre zu verteilen, entfällt •In der Bauwirtschaft wird es ab 1.1.2016 untersagt sein, Arbeitslöhne bar auszuzahlen. Lohnzahlungen dürfen daher nur mehr über ein Bankkonto erfolgen •Für Expatriates wird ab 1.1.2016 ein Werbungskostenpauschale i.H.v. 20% der Bruttobezüge (ohne steuerfreie und sonstige Bezüge), maximal € 2.500,-- jährlich eingeführt, das bereits vom Arbeitsgeber bei der Lohnverrechnung berücksichtigt werden kann

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